8: Logroño –> Nàjera

Ein langer, sehr schöner Tag mit vielen Menschen und wenig Ruhephasen liegt hinter mir. Die Fakten: 30km+x.

Gestern Abend trafen wir in der Tapasbar neben einem Haufen anderer Pilger auch Lena wieder, was sehr schön war, da wir uns verabschieden konnten, bevor sie heute abreiste. Die Tapas waren unglaublich lecker. Auf dem Rückweg habe ich tatsächlich auch meine erste Kathedrale für den Jakobsweg von innen gesehen. 
Heute morgen haben Anja und ich uns von Philip verabschiedet, der leider heute zurück nach Deutschland geflogen ist. Anja und ich sind zusammen gelaufen und haben uns viel unterhalten, was sehr schön war.

Morgens beim Frühstück habe ich eine Nachricht von Caro bekommen, dass meine lieben Mitbewohner mir auch einen Blog eingerichtet haben, der mich auf dem Laufenden hält, was Zuhause vor sich geht. Diesen habe ich mir als Belohnung für den Abend aufgespart und mich soo sehr gefreut, als ich die Bilder gesehen habe.  Ich vermisse euch, ihr Lieben! 

Insgesamt lief das Laufen heute gut und flüssig. Wir haben vor dem Mittagessen um 12:00 Uhr bereits 19 km hinter uns gelassen und hatten ein gefühltes Festmahl in Ventosa, bestehend aus baguette, Käse, Oliven und Gürkchen vom Markt. Hatte ich schon erwähnt, wie unglaublich gut alles schmeckt, wenn man so lange gelaufen ist?

Auf dem Weg trafen wir Debbie wieder und in der Mittagspause Ana aus Brasilien. 

Nach dem Mittagessen wurde es etwas abenteuerlich, denn wir haben wohl einen Pfeil verpasst und uns verlaufen. Das ganze endete so, dass Anja und ich irgendwann mitten im Wald standen und nicht mal mehr einen Weg sehen könnten. Dafür allerdings Knochen von toten Tieren und jede Menge dornenbüsche. Nach einer Weile haben wir den Weg zum Glück wieder gefunden und sind dann einen kleinen Umweg nach Nàjera gelaufen. Die letzten 3 km waren daher nicht so schön, da wir die Straße entlang laufen mussten. 

Völlig geschafft (ich hatte Probleme mit der Achillessehne und Halsschmerzen und Anja hat die Sonne zu schaffen gemacht) sind wir am Ende in der öffentlichen Herberge gelandet. Die größte, in der ich bisher geschlafen habe. Hier haben wir dann noch gekocht, weil wir beide soo Schmacht nach Gemüse hatten und es war auch unglaublich lecker. Es war ein geselliges Treiben, es haben sich inzwischen mehrere größere Grüppchen gebildet und es war ein bunter und lustiger Abend. Das ist zum Beispiel Kiki, sie reist seit 4 Jahren und Hat auch vor, ihr ganzes Leben lang zu reisen.

Jetzt liege ich in einem überhitzten Schlafsaal mit 60 Mann, es stinkt wie immer sehr und das Schnarchkonzert geht los. Genießt eure Betten, ihr Lieben! Gute Nacht! 

Leider ist das WLAN schon wieder mies, ich hoffe, die Fotos folgen bald! 

2 Antworten auf „8: Logroño –> Nàjera“

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