28: Arzúar –> Monte del Gozo

Wir.sind.verdammte.5(in Worten: fünf).Kilometer.vor.Santiago!!!!
Das heißt, wir machen morgen etwas, was wir seit 4 Wochen nicht mehr gemacht haben: wir laufen nur 5km mit Rucksack, nicht mehr. Könnt ihr das glauben? Wir können es nicht fassen. Man realisiert es echt kaum, morgen sind wir nach 800 km auf den eigenen Füßen endlich am Ziel, wow! Den ersten Blick auf Santiago konnten wir heute schon erhaschen:

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Die Herberge hat 500 Betten Anja verglich uns mit Hennen in einet Legebatterie, was nicht ganz falsch ist. Aber für uns fühlt es sich gut und richtig an, morgen in Ruhe anzukommen, nicht gehetzt nach einem 38 km Tag auf der Suche nach Herbergen. Auch wenn wir das wohl beide heute noch geschafft hätten.
Liebe Oma, morgen habe ich mir meine Jakobsmuschel verdient 🙂
Heute war ein guter Tag, und ich freue mich jetzt wieder darauf, noch nach Finisterre zu laufen.
Es fing damit an, dass ich nach dem Frühstück versehentlich zwei 600er Ibus schluckte statt zwei 400er. Aber alles was drin bleibt, ist bekanntlich die richtige Dosis.
Aber – ich war den ganzen Tag schmerzfrei 🙂
Anja und Reinhold habe ich vorgeschickt und ganz in Ruhe gepackt, Kevin und Katja schliefen noch.
Ich lief im Dunkeln mit Kopflampe los, um kurze Zeit später hastige Schritte hinter mir zu hören. Etwas irritiert drehte ich mich um, um eine ältere spanische Dame zu erblicken, die mich prompt natürlich fragte ob ich Spanisch spräche. Als ich das zu verneinte, gab sie mir mit Händen und Füßen zu verstehen, dass sie mir gern folgen würde, weil sie keine Lampe hätte.
Daraufhin haben wir uns ungelogen anderthalb Stunden auf spanisch unterhalten, was schon ziemlich witzig ist, wenn man weiß, wie wenig spanisch ich spreche. Wir haben zusammen den Sonnenaufgang bewundert, festgestellt, dass der Riesenstern wohl doch ein Flugzeug ist und über Gott und die Welt geredet. Und das ohne gemeinsame Sprachebene, schon erstaunlich.
Irgendwann zog ich alleine weiter. Es war echt eine nette Wanderung, ich habe es genossen, mein Tempo zu gehen und im Wald herumzulaufem.
Die Sonne schien auch wieder, endlich! Deshalb konnte ich in der Sonne essen, das war echt total nett.
Auf einem Foto sieht man mich mit Filipo aus Kolumbien, der mir ein Armband mit Engelchen geschenkt hat und mit mir nach Deutschland auswandern wollte. Wisst ihr Bescheid.
Beim zweiten Essen traf ich dann Katja wieder, wir gingen eine Weile zusammen. In Monte de Gozo traf ich Anja dann wieder, die natürlich kochte, während ich duschen war.
Jetzt wissen wir nicht mehr so ganz, was wir tun sollen, aber wir werden schon was finden.
Gehabt euch wohl und denkt morgen an mich 🙂
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