30: Santiago –> Negreira

Die Wanderung aus Santiago heraus war bis zur Mittagspause echt toll. Wir haben noch einen Abschiedskaffee mit Reinhold und Julia getrunken und musstem uns dann leider endgültig Lebewohl sagen. Von Jenny und Tina hatten wir uns bereits am Vorabend verabschiedet.
So toll am Herauslaufen aus Santiago war das richtige alltagsLEBEN. Vorher wirkten die Orte so tot und jun liefen wir an hordenweise Eltern mit Schulkindern an der Hand vorbei. Außerdem war der Weg aus der Stadt unglaublich schnell vorbei und suddenly we were in the middle of nowhere. Sorry, to many people around me are speaking in English, so I’m to confused to write in German right now. Please excuse my bad english.
So, jetzt geht es wieder auf deutsch. Es gab super viele kleine nette Örtchen, die auch in sich sehr unterschiedlich waren. Außerdem war es so unglaublich ruhig! Keine Pilgerameisenstraße, ein Träumchen. Auch sehr erfreulich für uns: Die Deppenpilger, die vor Santiago fast aus jedem Stein die Blechschilder mit den Kilometerangaben gekloppt und diese geklaut hatten, schienen in Santiago auf der Strecke geblieben zu sein. Auch das Mädel, das jeden Stein mit „Julius“ verziert hatte, war nicht über Santiago hinaus gekommen. Sowas ist echt bescheuert. Aber gut, wer möchte sich zuhause nicht gerne ein Blechschild mit 18,347km an die Wand hängen??
Naja, jedenfalls genossen wir die Ruhe. Man traf nur noch wenige bekannte Gesichter und in den Herbergen viele Leute, die den Camino Portuges oder Norte gemacht haben, denn in Santiago laufen diese ja alle zusammen. Wir hattdn eine idyllische Lunchpause, in der ich aber schon bemerkte, dass meine Füße sehr weh taten. Also warf ich nochmal Ibus ein. Als es danach aber null (!) besser, sondern nur schlimmer wurde, wusste ich innerlich eigentlich schon, dass für mich der Rest gelaufen war. Also habe ich mal ein Ründchen telefoniert um das nochmal auszubaldowern (Danke, hab dich lieb <3) und die letzten Meter bis Negreira zu kommen, dass auch nur knapp 21 km hinter Santiago war. Ursprünglich hatten wir auch mal über 33 km nachgedacht. Anja erwartete mich dort und wir suchten uns eine Herberge mit Garten. Dort genossen wir den Sonnenschein, aßen Salat mit Hühnchen und plauderten mit zwei portugiesischen Mädels. Außerdem diskutierte ich meine Busmöglichkeiten mit der sehr netten Hospitalera. Diese waren allerdings irgendwo zwischen beschissen und nicht existent angesiedelt, zumindest für unseren Plan. Als ich zum hundertsten Mal blöd nachfragte, schob sie mir ein wenig verstohlen die Nummer vom Gepäcktaxi zu und erklärte mir, dass der Fahrer mich mitnehmen könne. Also rief ich dort an und hoffte, dass sie Zusage verbindlich war (Spanien und so...). Wir hatten Betten am Fenster, es war die ganze Nacht offen, ein Traum. img_20161020_090513

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